Das Sternbild der Zwillinge (Gemini) ist eines der Sternbilder der Ekliptik, durch das die scheinbare Bahn der Sonne am Himmel verläuft. Es war ursprünglich mit
dem
Tierkreiszeichen gleichen Namens identisch, hat sich jedoch aufgrund der Präzession gegen dieses verschoben. Die Sonne hält sich dabei vom 21. Juni bis zum 20 Juli in
den Zwillingen auf. Legt man die heutigen Sternbildgrenzen zu Grunde dann befand sich der Sommerpunkt von 15 v.Chr bis 1990 n.Chr in diesem Sternbild.
Beschreibung
Die Zwillinge bilden ein langgezogenes liegendes Rechteck. Die beiden westlichen Eckpunkte bilden die hellen Sterne Castor und Pollux.
Durch den östlichen Teil der Zwillinge zieht sich das Band der Milchstraße.
Geschichte
Im Jahre 1930 wurde der Planet Pluto bei der Auswertung fotografischer Platten im Sternbild Zwillinge entdeckt.
Mythologie
In der griechischen Mythologie waren Kastor und Polydeukes (Pollux ist die lateinische Bezeichnung) unzertrennliche Zwillingsbrüder. Ihre Mutter, Leda, empfing
Kastor
von ihrem Ehemann, König Tyndareos von Sparta, und Pollux von Zeus, der sich ihr in der Gestalt eines Schwans näherte. Daher war Kastor menschlich und sterblich,
Pollux dagegen von göttlicher Herkunft und unsterblich. Die Brüder schlossen sich Jason und den Argonauten bei deren Suche nach dem goldenen Vlies an und erlebten
zahlreiche Abenteuer. Bei einem Streit mit ihren Weggefährten, den Zwillingsbrüdern Lynkeus und Idas ging Pollux als einziger Überlebender hervor. Er wandte sich an
seinen göttlichen Vater und bat ihn, seine eigene Unsterblichkeit mit Kastor teilen zu dürfen. Fortan verbringen die Brüder ihre Tage abwechselnd im Hades oder auf
dem Olymp. Außerdem wurden sie als Sternbild am Himmel verewigt.
Quelle Sternenbild: Wikipedia