Der Widder (Aries) ist ein wenig ausgedehntes, aber markantes Sternbild des Herbsthimmels.
Beschreibung
Der Widder liegt unterhalb des unauffälligen Sternbildes Dreieck (Triangulum) und westlich der Fische (Pisces). Zwei Sterne der zweiten Größenklasse ( α
Hamal und β Sheratan) und ein Stern der dritten Größenklasse (γ Mesarthim) bilden eine gebogene Linie.
Geschichte
Der Widder gehört zu den Tierkreiszeichen, da die Ekliptik durch ihn hindurch läuft. Die Sonne hält sich vom 18. April bis zum 13. Mai eines jeden Jahres im Widder
auf.
Das ehemalige Sternbild Nördliche Fliege ist nun Teil des Widders.
Im Altertum, vor etwa 2.000 Jahren, lag der Frühlingspunkt, der Schnittpunkt des Himmelsäquators mit der Ekliptik, im Widder. Aufgrund der Präzessionsbewegung der
Erdachse verschiebt sich der Frühlingspunkt langsam westwärts. Um Christi Geburt wanderte er in das Sternbild Fische.
Mythologie
Das Sternbild Widder geht auf die Sage vom goldenen Vlies aus der griechischen Mythologie zurück.
Der mythische König Athamas bestimmte seinen ältesten Sohn, Phrixos, zu seinem Nachfolger. Dessen Stiefmutter Ino wollte allerdings ihren eigenen Sohn auf dem Thron
sehen. Um Phrixos aus dem Weg zu räumen griff sie zu einer List. So ließ sie die Saat, die für das nächste Jahr bestimmt war, verderben. Als im nächsten Jahr eine
Missernte einsetzte, ließ sie Athamas einen angeblichen Orakelspruch überbringen. Demnach könne eine Hungersnot lediglich dadurch abgewendet werden, indem man Phrixos
den Göttern opfere. Als der unglückliche Athamas das Opfer darbringen wollte, erschien ein Widder mit einem goldenen Fell. Phrixos sprang mit seiner Schwester Helle
auf den Rücken des Tieres, das mit den Beiden davon flog. Allerdings verlor Helle den Halt und stürzte ins Meer.
Phrixos erreichte Kolchis am Schwarzen Meer und opferte den Widder auf dessen Bitte. Der Widder wurde zum Dank an den Himmel versetzt. Das Fell des Tieres, das
goldene Vlies, wurde in einem heiligen Hain aufbewahrt. Später raubten Jason und die Argonauten das Vlies.
Quelle Sternenbild: Wikipedia