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Zum Sternbild des Stiers

Der Stier (Taurus) ist ein ausgedehntes Sternbild des Nordhimmels oberhalb des Orion. Es ist eines der Sternbilder der Ekliptik, durch das die scheinbare Bahn der Sonne am Himmel verläuft. Es war ursprünglich mit dem Tierkreiszeichen gleichen Namens identisch, hat sich jedoch aufgrund der Präzession gegen dieses verschoben.

Als Sternbild der Ekliptik ist dieses Sternbild auf der gesamten Erde zu beobachten, vollständig jedoch nur zwischen den in nebenstehender Tabelle genannten Breitengraden.

Seit 1990 findet die Sommersonnenwende im Sternbild Stier statt, vorher geschah dies in den Zwillingen. In der Antike befand sich der Sommerpunkt im Sternbild Krebs, daher die Bezeichnung Wendekreis des Krebses.

Beschreibung

Der V-förmige offene Sternhaufen der Hyaden, des "Regengestirns", bildet den Kopf des Stiers. Der auffällige rötliche Stern Aldebaran stellt das Auge dar. In einigem Abstand westlich der Hyaden stehen die Sterne Elnath und . Tauri, welche die Hörnerspitzen darstellen.

Nordwestlich der Hyaden steht der offene Sternhaufen der Plejaden - auch Siebengestirn genannt - am Himmel.

Die Ekliptik verläuft durch den Stier, so dass Sonne, Mond und die Planeten durch das Sternbild wandern. Der Stier gehört somit zu den Tierkreiszeichen. Die Sonne bewegt sich vom 13. Mai bis zum 21. Juni durch das Sternbild hindurch.

Geschichte

Der Stier gehört zu den ältesten Sternbildern und war bereits den früheren Hochkulturen bekannt.

Die Hyaden tragen auch den Namen Regengestirn, da ihr abendlicher Aufgang im Herbst eine regenreiche Jahreszeit ankündigte. Bei den alten Griechen galten die Hyaden als eigenes Sternbild.

Mythologie

Zum Sternbild Stier existieren zwei Ursprungsmythologien: Bei den Sumerern galt der Stier als der Widersacher des Jägers Orion. Der griechischen Mythologie nach nahm Zeus die Gestalt eines Stieres an, um sich der schönen Europa zu nähern und sie schließlich auf seinem Rücken über das Meer nach Kreta zu entführen.

Die Hyaden waren nach der griechischen Mythologie Töchter des Titanen Atlas. Da sie nicht aufhören konnten, den Tod ihres Bruders zu beweinen, wurden sie an den Himmel verbannt.

Die Plejaden stellen Atlas, seine Gemahlin Pleione und weitere seiner schönen Töchter dar. Um Pleione und ihre Töchter vor den Nachstellungen des Orion zu schützen, versetzte Zeus sie an den Himmel. Dort läuft er immer noch Nacht für Nacht hinter ihnen her, ohne sie je einzuholen.

Quelle Sternenbild: Wikipedia

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