Der Steinbock (Capricornus) ist ein wenig auffälliges Sternbild des Sommer- und Herbsthimmels.
Beschreibung
Der Steinbock steht zwischen dem Wassermann und dem Schützen am Himmel. In unseren Breiten steht er im Sommer und Herbst tief über dem Horizont. Da er nur zwei
Sterne
der 3. Größenklasse enthält, ist er wenig auffällig und einprägsam.
Geschichte
Der Steinbock gehört zu den 48 Sternbildern der antiken griechischen Astronomie, die bereits von Ptolemäus beschrieben wurden.
Das Sternbild gehört zu den Tierkreiszeichen, da die Ekliptik durch ihn hindurch läuft. Die Sonne hält sich vom 20. Januar bis zum 16. Februar eines jeden Jahres
im
Steinbock auf.
Im Altertum durchschritt die Sonne den tiefsten Punkt ihrer Bahn im Steinbock und markierte die Wintersonnenwende. Die geographische Breite von 23° 26´ Süd wird heute
noch Wendekreis des Steinbockes genannt, da auf diesem Breitengrad die Sonne zur Wintersonnenwende im Zenit steht. Tatsächlich hat sich der tiefste Punkt der
Sonnenbahn aufgrund der Präzessionsbewegung der Erdachse in das Sternbild Schütze verschoben
Mythologie
Der Steinbock soll eigentlich einen Ziegenfisch darstellen, d.h. ein Wesen mit dem Oberkörper einer Ziege und dem Unterleib eines Fisches. Diese Deutung ist
bereits
von den Babyloniern überliefert.
Der griechischen Mythologie nach sprang der bocksbeinige Gott Pan auf der Flucht vor dem Untier Typhon ins Meer, das Jagd auf die Götter machte. Pan wollte die
Gestalt eines Fisches annehmen, was ihm jedoch nur halb gelang. Daraufhin attackierte Typhon den Gott Zeus und riss ihm die Sehnen an Armen und Beinen heraus. Pan und
Hermes setzten Zeus´ Sehnen wieder ein. Der wieder hergestellte Zeus überwältigte Typhon und versetzte Pan in seiner Gestalt als Ziegenfisch zum Dank in den Himmel.
Meteorströme
Der Radiant des Meteorstroms der Alpha-Capricorniden befindet sich im Steinbock. Der Meteorstrom kann vom 15. Juli bis zum 11. September beobachtet werden, wobei
das
Maximum von 6 bis 14 Meteoren pro Stunde zwischen dem 1. und 2. August auftritt.
Quelle Sternenbild: Wikipedia