Der Krebs (Cancer) ist ein unauffälliges Sternbild des Winterhimmels.
Beschreibung
Im Krebs stehen nur relativ lichtschwache Sterne. Der hellste, Altarf (. Cancri), erreicht lediglich die 3. Größenklasse. Das Sternbild ist daher etwas schwierig
zu
finden. Am besten findet man es, indem man einer gedachten Linie zwischen den markanten Sternbildern Zwillinge und Löwe folgt. Die Sterne des Krebs formen ein auf dem
Kopf stehendes Y.
Der Krebs enthält zwei interessante offene Sternhaufen: M44 (Praesepe) und M67.
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Geschichte
Der Krebs gehört zu den 48 Sternbildern der antiken griechischen Astronomie, die bereits von Ptolemäus beschrieben wurden.
Er gehört darüber hinaus zu den Tierkreiszeichen, da die Ekliptik durch ihn hindurch läuft. Die Sonne hält sich vom 20. Juli bis zum 10. August eines jeden Jahres
im
Krebs auf.
Zur Zeit der Antike erreichte die Sonne im Krebs den höchsten Punkt ihrer Bahn, der die Sommersonnenwende markiert. In diesem Punkt beträgt die Deklination + 23°
26´,
dies entspricht dem Winkel, um den die Ekliptik gegenüber dem Himmelsäquator geneigt ist. Von diesem Punkt aus beginnt die Sonne wieder den Abstieg auf ihrer Bahn.
Daraus ist die heute noch gebrauchte Bezeichnung Wendekreis des Krebses für den nördlichen Wendekreis (23,5° Nord) entstanden. An allen Orten, die auf diesem
Breitengrad liegen, läuft die Sonne am Tag der Sommersonnenwende durch den Zenit.
Allerdings wechselte der Sommerpunkt infolge der Präzession der Erdachse bereits im Jahre 15 v.Chr in den Zwillingen und im Jahre 1990 in das Sternbild Stier.
(heutige Sternbildgrenzen)
Mythologie
Der Krebs taucht als Nebenfigur in mehreren griechischen Sagen und Dichtungen auf.
So soll Zeus ihn als Belohnung an den Himmel versetzt haben, weil er die Flucht einer Nymphe vor dem aufdringlichen Göttervater durch Kneifen verhinderte.
Einem anderen Ursprung nach wird er mit den Heldentaten des Herakles in Verbindung gebracht. Bei seinem Kampf mit der vielköpfigen Hydra tauchte aus den Sümpfen
ein
riesiger Krebs auf, der den Helden attackierte. Herakles gelang es allerdings, das Untier zu zertreten. Zum Dank wurde der Krebs von Hera, der Gattin des Zeus, an den
Himmel versetzt. Herakles war Hera verhasst, da er ein unehelicher Sohn des Zeus war. Herakles und die Hydra wurde als die Sternbilder Herkules und Wasserschlange
ebenfalls am Himmel verewigt.
Die Namen der beiden Sterne Asellus Borealis (. Cancri) und Asellus Australis (. Cancri) bedeuten im lateinischen nördlicher und südlicher Esel. Sie sollen der
Mythologie nach zwei Lasttiere darstellen, die den Gott Dionysos durch mehrere Länder trugen.
Einem anderen Mythos nach ritt Dionysos mit den Eseln in eine Schlacht zwischen den Göttern und Giganten. Die Giganten, die zuvor noch nie solche Tiere zu Gesicht
bekommen hatten, gerieten durch das Geschrei der Grautiere dermaßen in Panik, dass sie den Kampf verloren.
Quelle Sternenbild: Wikipedia